Und hier ein weiteres Rätsel. Erkennt jemand das Original dieses Gedichtes?
Der Bauer
Unter einer dicken Linde
macht’s der Bauer mit dem Rinde.
Macht doch Sinn, ne? Mit ‘ner Ratte
auf ‘ner Matte - keine Latte.
Rind und Bauer sind ganz leise
wie ‘ne Kohlmeise auf Reise.Doch der Bauer findet’s schade,
dass das Rind beißt in die Wade
seines Beines, oh jawohl,
wie in Kohl - ihm wird unwohl.
Bald wird aus dem Rind Tatar,
bald ist’s aus, das ist jetzt klar.Also gab es einen Stich
worauf beim Rind das Leben wich,
mittenrein, und zwar in echt,
in des Rindes - nicht Gemächt -
sondern Hals und ganz gerade.
Schade um die fade Wade.Unter einer dicken Linde
isst der Bauer was vom Rinde.
Markus Doedt
Wer übrigens in der ersten Strophe Probleme bei der Interpretation derselbigen hat, für den gebe ich hier eine kleine Interpretationshilfe: Es ist mit “macht’s der Bauer mit dem Rinde” der Vorgang des Melkens gemeint, und mit “Latte” meine ich die Milch, wie jedem klar sein sollte, der Italienisch spricht.
Die erste Strophe beinhaltet also nichts anzügliches, wie vielleicht jemand vermuten könnte.

